Der neue Seewinkel-Krimi

Das Schweigen
unter uns

Ein Finger in der Maische.
Ein Dorf, in dem jemand fehlt.

Ferry Wallners erster Fall: ein atmosphärischer Kriminalroman über alte Verbindungen, die Weinlese und das, was eine ganze Gegend lieber verschweigt.

Buchcover des Seewinkel-Krimis Das Schweigen unter uns von Leo HaslingerHardcover · Taschenbuch · E-BookMit Film und Hörprobe des ersten Kapitels
Wallners erster Fall · Jetzt erhältlichLeo Haslinger · Kriminalroman aus dem Seewinkel

Die Bücher

Unter der Oberfläche
fängt es an.

Mal schräg und komisch.
Mal beklemmend nah.
Immer mitten im Leben.

Du bist am Ende der Arbeit angelangt – Roman von Leo Haslinger
01 Ein Roman über das Aufhören.

Roman · Schräg, komisch, ziemlich menschlich

E-Book & Taschenbuch erhältlich

Du bist am Ende
der Arbeit angelangt

Pauli hat sich überflüssig gemacht.
So war das nicht gemeint.

Die Agentur läuft ohne ihren Chef. Die Familie hat eigene Termine. Und am Ortsende steht plötzlich ein Schild, das Pauli Zanger als persönliche Zumutung versteht: Du bist am Ende der Arbeit angelangt.

Wer hat es bestellt? Wer hat es aufgestellt? Und warum führen die Spuren ausgerechnet zu ihm? Während Pauli ermittelt, plant die Gemeinde einen öffentlichen Abend über seine erfolgreiche Abschaffung.

Was bleibt von einem, wenn es auch ohne ihn geht?

Als E-Book kaufen oder mit Kindle Unlimited ohne Aufpreis lesen. Das Taschenbuch ist ebenfalls erhältlich.

Die ersten Zeilen lesen

Leseprobe · Kapitel 1 · Freitag, 16.07 Uhr

Um sechzehn Uhr sieben hatte Pauli Zanger zum ersten Mal seit neunzehn Jahren keine ungelesene Nachricht.

Er nahm die Brille ab, putzte sie am Hemd und setzte sie wieder auf.

Die Zahl blieb null.

Im Hof schlug jemand die Tür eines Lieferwagens zu. Durch das offene Fenster hörte man Rosi lachen. Ein richtiges Lachen, ohne den kurzen, vorsorglichen Blick zu Pauli, den man in der Agentur entwickelt hatte, weil seine Witze gelegentlich Aufträge waren. Unten wurde ein Tisch eingeladen. Der Tisch gehörte nicht zur Agentur. Pauli wusste nicht, wem er gehörte, und seit sieben Minuten fiel diese Unkenntnis in keinen seiner Zuständigkeitsbereiche.

Er aktualisierte das Postfach.

Ich hatte ihm den Nachmittag freigehalten. Es war sein ausdrücklicher Wunsch gewesen. Auf der Liste stand: Übergabe abschließen. Operativ loslassen. Wochenende ohne Agentur.

Den dritten Punkt hatte er selbst fett gemacht. Am Sonntag würde er prüfen, ob das Wochenende gelungen war.

Seewinkel-Krimi · Wallners erster Fall

Hardcover · Taschenbuch · E-Book erhältlich

Das Schweigen
unter uns

Als Hardcover, Taschenbuch oder E-Book erhältlich. Das E-Book kann mit Kindle Unlimited ohne Aufpreis gelesen werden.

Manches kommt erst bei der Ernte ans Licht.

Das Schweigen unter uns ist ein Krimi aus dem Seewinkel im Burgenland: Ein Finger in der Maische, ein verschwundener Kellner und ein Weingut, auf dem alle eine Erklärung haben – nur nicht für das, was wirklich geschehen ist.

Ferdinand „Ferry“ Wallner kennt die Gegend, die Familien und die Sätze, mit denen man ein Gespräch beendet. Bei seinem ersten großen Fall seit der Rückkehr aus Wien muss er weiterfragen. Während er alten Unterlagen nachgeht, wartet eine junge Frau hinter einer verschlossenen Tür.

Jemand müsste nur genauer hinhören.

Film, Hörprobe und Buchdetails
Eine spannende Stelle lesen

Leseprobe · Kapitel 15 · Zwei Teller

Mara zog den Bleistift aus seinem Versteck. Ihr Vater hatte ihn liegen lassen, als er die Fetzen der ersten Erklärung eingesammelt hatte. An einer Seite des kurzen Stifts war das Holz von fremden Zähnen eingedrückt. Eine Kerbe lag unter ihrem Zeigefinger. Erst als der Druck wehtat, merkte sie, wie fest sie den Stift hielt, und lockerte den Griff.

Sie riss einen Streifen vom unteren Rand des Blattes, langsam, mit den Daumen dicht an der Kante. Das Papier gab mit einem leisen, zähen Geräusch nach. Mara hielt inne, lauschte und schrieb dann ihren Namen.

Ich bin eingesperrt. Bitte Polizei verständigen.

Bei „eingesperrt“ brach die Spitze ab. Sie drehte den Stift, schrieb mit der Kante weiter und setzte darunter „Trummer“, zu hastig, sodass sie den Namen durchstreichen und noch einmal schreiben musste. Der Name musste lesbar sein. Jemand würde ihn lesen, mit nassen Händen vielleicht, zwischen anderem Geschirr, und verstehen müssen, dass dies keine alte Notiz war, die jemand zum Abfall gelegt hatte.

Mara trocknete den größeren Frühstücksteller mit dem Ärmel, faltete den Streifen und legte den kleineren darüber. Irgendjemand wusch diese Teller. Irgendjemand stand in einer Küche, konnte einen Wasserhahn aufdrehen und anschließend hinausgehen.

Sie stellte das Geschirr neben die Tür, rückte den oberen Teller gerade und schob ihn wieder ein wenig zurück. Von der Matratze aus sah er noch immer schief aus, aber sie zwang sich, sitzen zu bleiben. In ihren Knien war eine Unruhe, die bis in den Bauch hinaufzog.

Als Schritte kamen, nahm sie die Erklärung vom Hocker.

Josef brachte warmes Essen und ein Glas Wasser. Mit ihm kam ein Geruch nach gebratenem Fleisch herein, so dicht und unerwartet, dass sich ihr Mund mit Speichel füllte. Sie hatte ihm etwas sagen wollen. Für einen Augenblick wusste sie nur noch, dass sie essen wollte.

„Hast unterschrieben?“

Er stellte den Teller ab. Mara hob das Blatt.

„Welche Kopien?“

„Was?“

„Da steht, ich hätte unvollständige Kopien weitergegeben. Welche?“

„Das wirst du wissen.“

Sie hielt ihm das Papier hin, etwas seitlich, damit er sich von der Tür und dem Geschirr wegdrehen musste.

· · ·

Er bückte sich nach dem Geschirr.

Der obere Teller schabte über den unteren, ein trockenes Geräusch, das sie bis in die Zähne spürte. Am dunklen Rand erschien eine weiße Ecke.

Josefs Finger hielten inne.

Noch lag sein Daumen daneben. Noch hätte er beide Teller aufheben können, mit dem Papier dazwischen hinausgehen, alles wäre weitergegangen, der Gang, die Küche, das Wasser. Mara sah auf diesen Daumen und wartete darauf, dass er sich in die richtige Richtung bewegte.

Er hob den Teller ab.

Das Schweigen unter uns – Wallners erster Fall von Leo Haslinger
02 Ein Kriminalroman über das Wegsehen.

Der Autor

Leo
Haslinger

Im Seewinkel zu Hause.
In Geschichten unterwegs.

Fantasieporträt von Leo Haslinger vor der Schilflandschaft des Seewinkels
Leo Haslinger

Leo Haslinger schreibt Literatur vom See: über die kleinen Risse im gewohnten Leben, über Sätze, die nicht ganz stimmen, und Türen, nach denen niemand fragt.

Der Seewinkel mit seiner Weite, seinem Wind und seiner Nähe zwischen den Menschen prägt den Blick dieser Geschichten. Trockener österreichischer Humor trifft auf die Unruhe hinter scheinbar geordneten Verhältnissen.

Pauli Zanger muss lernen, dass die Welt ohne ihn weiterläuft. Ferry Wallner muss herausfinden, weshalb eine ganze Welt lieber wegsieht. Zwei sehr verschiedene Geschichten – verbunden durch einen genauen Blick auf das, was Menschen tun, sagen und verschweigen.

Die Ferry-Wallner-Reihe

Mit Das Schweigen unter uns beginnt Leo Haslingers Krimiserie um Ferry Wallner. Der erste Fall führt den Ermittler zurück in den Seewinkel – in eine Gegend, in der Nähe viel bedeutet und Schweigen lange halten kann. Weitere Fälle werden folgen.

Die Bücher kennenlernen